Austauschprojekt Berlin-Paris im Schuljahr 2018/2019

In der Zeit vom 16. bis 22. März 2019 besuchten 28 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen unseres Gymnasiums im Rahmen des Austauschprogramms das Lycée Fénelon Sainte Marie in Paris, welches in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert. Zu den Höhepunkten der Reise zählten neben umfassenden Stadterkundungen der interessante Besuch im französischen Senat (Palais du Luxembourg), zu dem wir dank der freundlichen Unterstützung durch die französischen Gasteltern Zutritt erhielten.

Der Rückbesuch der Pariser Austauschschüler und -schülerinnen erfolgte in der Zeit vom 6. bis 12. April 2019. Zusammen mit den Pariser Corres erkundeten wir gemeinsam die Berliner Innenstadt, das Programm beinhaltete vor allem Besuche geschichtsträchtiger Orte in Berlin, ermöglichte jedoch ebenfalls zahlreiche privat initiierte Besichtigungen und Begegnungen.

Auch dieser Austausch vertiefte die „deutsch-französischen Beziehungen“. Die Organisatoren sind freuen sich, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Sprachkenntnisse vertiefen und im konkreten Umgang einbringen konnten, wir wünschen uns, dass sich die individuellen Kontakte weiterentwickeln mögen.

Unser herzlicher Dank gilt dem Lycée Fénélon Sainte Marie, Mme Catherine Bourgeon-Damour, den französischen Gastschülern und Gastschülerinnen sowie deren Eltern, die uns einen erfolgreichen und interessanten Aufenthalt in Paris ermöglichten.

D. Kammer / A. Zisemer

Projekttag Antisemitismus am 09.10.2018

Am 09.10.2018 fand am HWG der fächer- und klassenübergreifende Projekttag zum Thema Antisemitismus statt. Drei Lerngruppen nahmen an diesem Projekttag teil: die Religionsschülerinnen und -schüler der 9. Klasse, die 10 b sowie der Politik Grundkurs von Herrn Menzel. Den Anlass für den Projekttag bildete das 20-jährige Jubiläum der Einweihung der Gedenktafeln für die jüdischen Schülerinnen, welche die Schule im Nationalsozialismus verlassen mussten.

Zu Beginn des Projekttages fanden sich alle drei Lerngruppen in der Aula zusammen. Den Auftakt bildete ein Interview mit der ehemaligen Religionslehrerin Frau Bausch. Sie hatte vor über 20 Jahren das Gedenktafelprojekt gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern initiiert und berichtete von ihrer Arbeit damals. Anschließend begann die 3-stündige Projektarbeit in den einzelnen Lerngruppen. Die Religionschülerinnen und  -schüler der 9. Klasse begaben sich gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Opahle und Frau Bagh auf einen Stolpersteinspaziergang durch Berlin-Grunewald. Die Lernenden dokumentierten ihren Spaziergang in Form eines Plakates.

Die Klasse 10b recherchierte zur Schule im Nationalsozialismus und zum Leben der ehemaligen Schülerin des Bismarck-Lyceums (so hieß das HWG von 1912 bis 1939) Felice Schragenheim. Sie war Jüdin und kam 1945 auf dem Transport nach Bergen-Belsen ums Leben. Sie befand sich bis zu ihrem Tode in einer Liebesbeziehung mit Lilly Wust, welche mit einem Nationalsozialisten verheiratet war und vier Kinder hatte. Die Geschichte von Felice und Lilly erlangte durch den Film „Aimée & Jaguar“ (1999) weltweite Bekanntheit. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten zu verschiedenen Themen, etwa der Biographie Felice Schragenheims und der Schule im Nationalsozialismus, Plakate. Die Lernenden verfassten auch eigene Gedichte im Stil von Felice Schragenheim und Mascha Kaléko.

Der Politik Grundkurs von Herrn Menzel beschäftigte sich mit antisemitischen Vorfällen aus der jüngsten Gegenwart. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten u.a. zum Echo-Skandal um die Musiker Farid Bang und Kollegah sowie den antisemitischen Ausschreitungen in Berlin (z. B. die Gürtel-Attacke gegen einen Kippa-Träger). Auch die Lernenden des Grundkurses hielten ihre Arbeitsergebnisse auf Plakaten fest, so dass auch diese der gesamten Schulöffentlichkeit in Form einer kleinen Ausstellung zugänglich gemacht werden konnten.

In der Mittagspause fand die Feierstunde anlässlich der Verleihung des Siegels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt. Es  gab ein von den Schülerinnen und Schülern aller Klassen vorbereitetes internationales Buffet. Nach der Feierstunde fanden sich die drei Lerngruppen wieder in der Aula zusammen und hörten einen Vortrag des Historikers Professor Puschner (FU Berlin) zur Geschichte des Antisemitismus. Im Anschluss stellten die Schülerinnen und Schüler Fragen und diskutierten mit dem Professor über die gegenwärtigen Tendenzen des Antisemitismus. Diese Diskussion bildete den Abschluss des Projekttages.

Exkursion ins Deutsche Historische Museum am 19.12.2018

Am 19.12.2018 unternahmen die Schülerinnen und Schüler des Geschichtsleistungskurses von Herrn Greinke und des Geschichtsgrundkurses von Frau Gnausch eine Exkursion ins Deutsche Historische Museum. Sie nahmen an der Themenführung „Stadtluft macht frei – Alltag, Recht, und Markt in der Stadt des Mittelalters“ teil. Die Lernenden konnten ihr bereits vorhandenes Wissen durch die Führung vertiefen und bekamen außerdem anhand von Exponaten einen sehr lebendigen Einblick in die Lebenswelt des Mittelalters. Somit bildete die Exkursion einen würdigen Abschluss der Unterrichtsreihe zum Mittelalter.